Wir scheren- Buddy muss zum Friseur!

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Wir scheren- Buddy muss zum Friseur!

Da Buddy sich in den letzten Wochen in einen richtigen Teddybär verwandelt hat und beim reiten immer mehr schwitzte, musste der Plüsch ab!

Für mich war es das erste Mal selber scheren, ich habe zwar oft geholfen, aber noch nie selber Hand angelegt. Dementsprechend war ich ehrlich gesagt ganz schön aufgeregt!

Erst ging es darum die richtige Schur zu finden: Buddy steht den ganzen Winter über auf der Koppel und wird zwar gearbeitet, ist aber kein unglaublich hart arbeitendes Sportpferd. 😉 Ich habe mich dann für die Streifenschur entschieden. Außerdem habe ich Buddy einen Teil vom Bauch stehen lassen, da er besonders in der Gurtlage sehr empfindlich ist und schnell offene Stellen bekommt.
Am Samstag war es dann so weit. Als erstes wurden der Schweif eingeflochten, damit er nicht aus Versehen in die Schermaschine kommt und mit Kreide die groben Linien aufgezeichnet, damit es auf beiden Seiten einigermaßen symmetrisch wird.
Bei Buddys Kauf war er auch geschoren, also hatte er schon einmal Kontakt mit der gruseligen Schermaschine. Trotzdem war ich gespannt wie er reagieren würde.

Als die Maschine angefangen hat zu surren, fand er das erstmal gar nicht lustig.
Doch kaum war der erste Streifen gesetzt hat er sich zum Glück wieder beruhigt.
Nur am Hals wurde er wieder unruhig, hat es aber insgesamt super gemeistert. Zwischenzeitlich hat er sogar angefangen zu dösen. 🙂

Da ich eine Akku- Schermaschine leihen konnte und der zweite Akku kaputt war, musste ich zwischendrin leider immer laden. Insgesamt habe ich dann 2,5 Stunden gebraucht und zum Ende hin war Buddys Geduld wirklich erschöpft. Auch ich war froh als wir endlich fertig waren und es sogar einigermaßen gut aussah. 🙂

Ich habe im Vorfeld ziemlich viel über das Scheren und die Schermuster recherchiert und habe diese hier mit ihren Vor-& Nachteilen noch einmal kurz und knapp zusammengefasst:

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Die Komplettschur

Hier bleiben nur die Ohren und die Maulpartie ungeschoren, um die Tasthaare unberührt zu lassen, da diese natürlich nicht geschoren werden dürfen!!!
Die Komplettschur sieht man meistens bei Sportpferden, die das ganze Jahr über im Training stehen. Das Pferd hat keine Möglichkeit mehr sich selbst warm zuhalten, somit ist eine (den Temperaturen entsprechende) Decke Pflicht.

 

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Der Hunter-/ Jagdschnitt

Nur der Kopf, die Beine und die Sattellage bleiben ungeschoren. Für Pferde geeignet, die den ganzen Winter schwer gearbeitet werden. Im Gegensatz zur Komplettschur bleibt der Schutz an der Sattellage erhalten. Auch hier besteht Deckenpflicht!

 

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Deckenschnitt

Der komplette Hals, die Brust und der Bauch werden geschoren. Gut für Pferde, die im Lendenbereich empfindlich sind oder den Tag auf der Koppel verbringen. Die stark schwitzenden Bereiche des Pferdes werden geschoren, um das Training angenehmer zu machen. Trotzdem wird das Fell noch warmgehalten.

 

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Streifenschnitt

Hier wird an sich nur ein kleiner Teil des Pferdes geschoren. Nur am Unterhals, an der Brust und im Bauchbereich muss Fell gelassen werden. Diese Schur ist für Offenstallpferde, die geschoren werden müssen passend, da die Pferde sich noch selbst warmhalten können und zum Teil sogar ohne Decke auskommen. Bei mittlerer Belastung ideal, da hier auch der Oberhals warm gehalten wird. Für Weidepferde, die auch den Winter draußen verbringen sehr gut geeignet.

 

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