Ziele im Reitsport

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Ziele im Reitsport

Ich glaube jeder, der im Reitsport aktiv ist hat Ziele.

Egal ob Freizeit- oder Turnierreiter, egal welche Sparte es gibt doch immer etwas an dem man noch arbeiten möchte. Dabei ist es nicht wichtig worum es geht, Galopptraversalen oder der erste entspannte Schrittausritt. Sportlich oder Sentimental.

Also habe ich versucht das mal zu formulieren:

1)   Zusammen wachsen

Buddy ist jetzt erst seit fast 6 Monaten bei mir und was ich so über seine Vorgeschichte erfahren habe, war seine Jugend zum Teil nicht so rosig. Er war am Anfang vor allem beim Reiten sehr unmotiviert und auch im Kontakt zwar brav, aber immer eher dominant. In den letzten Wochen ist er schon deutlich aufgetaut. Steigen und Beißen haben wir schon hinter uns lassen können. Er fängt endlich an mehr mitzuarbeiten. Trotzdem müssen wir uns noch besser kennen lernen, um noch mehr zusammen zu wachsen. Wir machen viel Freiarbeit um eine noch bessere Vertrauensbasis zu schaffen und ich glaube die Zusammenarbeit zu verbessern ist ein ewiger Prozess.

2)  Die Galopparbeit

Schon beim Probereiten war nicht wirklich viel Galopp möglich. Sobald man angaloppieren möchte macht er sich fest und verkrampft. Das war am Anfang auch beim antraben ein Problem, wodurch er irgendwie triebig wirkte. Eigentlich war er aber nur nicht richtig locker, vielleicht auch wegen seinen schlechten Erfahrungen. Sobald im Trab die Bewegung wirklich über den Rücken schwingt, zieht er vorwärts und kann sich auch ordentlich fallen lassen. Das haben wir uns die letzten Monate erarbeitet. Jetzt müssen wir es im Galopp auch noch irgendwie umsetzen und vielleicht auch einfach noch öfter durchs Gelände fetzen, damit es dann auch in der Halle klappt.

3) Eine M- Dressur reiten…

Das ist mehr ein persönliches (Lebens-) Ziel von mir. Ich weiß nicht, ob Buddy in ein paar Jahren mal soweit sein wird oder nicht bzw. ob Turniere überhaupt etwas für ihn sind. Ich habe geplant im Winter mit ihm mal zu einem Kurs zu fahren, um zu sehen, wie er in fremder Umgebung klar kommt. Und dann vielleicht nächste Saison mal E- Dressuren (und in meinen Träumen auch die erste A) zu starten. Ich richte mich da ganz nach Buddy. Wenn ich merken sollte, dass ihn das nur stresst, dann bleibt er halt mein kleiner Freizeit- Esel 🙂 Ich finde einfach, dass man auch daheim auf hohem Dressurniveau reiten kann, ohne das auf Turnieren vorstellen zu müssen.

Trotzdem würde ich es gerne versuchen, vielleicht ist Buddy ja super entspannt und ich das totale Nervenbündel!

…und überglücklich letzter werden! 😉

4) Nicht zu viel Druck aufbauen

Buddy stand (bei den Vorbesitzern) noch ein Jahr auf der Wiese und ist noch nicht lange wieder unterm Sattel.

Dementsprechend gibt es viele Pferde in seinem Alter, die schon weiter sind. Manchmal fange ich an ihn mit den anderen zu vergleichen und mich dann schnell zu ärgern, wenn es mal nicht so funktioniert. Er geht eben mit fünf noch keine L- Dressuren oder hat schon eine volle Schleifenwand.

Das heißt nicht, dass ich es nicht gut finde junge Pferde schon auf Turnier vorzustellen oder dass ich mich nicht für andere freue, nur ist es bei meinem noch nicht so und das ist auch total in Ordnung.

Ich glaube jeder Reiter kennt das Gefühl auf andere zu treffen, die manches schon besser können, deren Pferde noch viel mehr Streber sind, als der eigene Esel und dann kommt man ins Grübeln. Aber auch hinter diesen jungen, gut ausgebildeten Pferden steckt nicht nur viel, sondern auch langjährige Arbeit. Und die haben wir noch vor uns und wir nehmen uns die Zeit, die es nunmal eben braucht. Keine Vergleiche, nur Vorbilder!

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